Mein spannendes Famulatur-Tertial im Shanghai East Hospital
Über die Famulatur
Mein Famulatur-Tertial im Shanghai East Hospital in der Megacity China war eine unglaublich bereichernde Erfahrung. Am ersten Tag erhielt ich eine ausführliche Einführung durch einen studentischen Mitarbeiter, der mir auch einen Arztkittel organisierte (Kosten: 300 RMB). Ich wurde einem Tutor zugeteilt und bekam viele wichtige Informationen zum Ablauf und den Erwartungen. Die Frübesprechungen auf Station fanden auf Englisch statt, was mir den Einstieg erleichterte.
Alltag im Krankenhaus
Der Klinikalltag war sehr abwechslungsreich. Die Oberärzte hielten regelmäßig Fallvorstellungen und Vorträge, die mir wertvolle Einblicke in die medizinische Praxis vor Ort gaben. Während die meisten Ärzte gut Englisch sprachen, war die Kommunikation mit Assistenzärzten und Pflegepersonal oft nur auf Chinesisch möglich. Glücklicherweise fand ich immer jemanden zum Übersetzen, wenn es nötig war. Besonders spannend war die Möglichkeit, im OP nach mehrfacher Nachfrage assistieren und sogar nähen zu dürfen. Die Operationen fanden meist vormittags statt, nachmittags nutzte ich die Zeit zum Selbststudium – ich kann nur empfehlen, einige Fachbücher mitzubringen.
Besonderheiten
Shanghai bietet neben der Famulatur viele Freizeitmöglichkeiten. Über eine WeChat-Gruppe für internationale Studierende konnte ich mich leicht mit anderen vernetzen und gemeinsame Ausflüge planen. So lernte ich nicht nur die chinesische Medizin, sondern auch die Kultur und das Leben in dieser faszinierenden Stadt von vielen Seiten kennen. Das Mittagessen im Krankenhaus war möglich, und die Arbeitszeiten lagen meist zwischen 7 Uhr morgens und 15 Uhr nachmittags.
Fazit
Rückblickend war das Tertial im Shanghai East Hospital eine großartige Erfahrung, die ich jedem Medizinstudenten nur empfehlen kann. Die Kombination aus medizinischem Lernen, praktischer Erfahrung und kulturellem Austausch macht diese Famulatur zu einem unvergesslichen Erlebnis.